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:Pigment-Volumen-Konzentration. Das Verhältnis des Volumenanteils der Pigmente eines Anstrichmittels zum Gesamtvolumen von dessen nichtflüchtigen Bestandteilen (d.h. Pigment und Bindemittel). Die Zahl wird normalerweise als Prozentsatz ausgedrückt. Höhere Prozentwerte (z.B. 40%–85%) ergeben sich bei matten Farben, während niedrigere Werte (z.B. 10 %–25 % bei glänzenden und halbglänzenden Farben gegeben sind.
:Pigment-Volumen-Konzentration. Das Verhältnis des Volumenanteils der Pigmente eines Anstrichmittels zum Gesamtvolumen von dessen nichtflüchtigen Bestandteilen (d.h. Pigment und Bindemittel). Die Zahl wird normalerweise als Prozentsatz ausgedrückt. Höhere Prozentwerte (z.B. 40%–85%) ergeben sich bei matten Farben, während niedrigere Werte (z.B. 10 %–25 % bei glänzenden und halbglänzenden Farben gegeben sind.
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Version vom 11. Mai 2023, 21:09 Uhr

Wichtige Begriffe im Beruf

0-9

2K
Bedeutet "Zwei Komponenten".
Durch das Vermischen der Komponenten entfaltet sich die Wirkung.

A

Abbeizen
Das Entfernen von alter Farbe, Lack etc. durch Verwendung von Abbeizmitteln, Schabern und Kratzern.
Abblättern
Das Ablösen von Farbstücken vom Untergrund, verursacht durch einen Verlust an Haftvermögen und/oder Elastizität.
Abdruckfestigkeit
Die Eigenschaft eines Anstrichs, dass Gegenstände, die darauf abgestellt werden, keine Eindrücke hinterlassen.
Abfasen
Beim Grundieren, Ausspachteln oder Abkratzen.
Ein Vorgang, bei dem durch Schleifen ein weicher Übergang zwischen zwei Bereichen hergestellt wird.
Abschälen
Ähnlich wie Abblättern.
Die Ablösung von Farbe von der Oberfläche in länglichen oder blättrigen Stückchen.
Absperrmittel
Eine Grundierung, die verhindern soll, dass der Schlussanstrich in den Untergrund eindringt.
Abtönfarbe
Eine konzentrierte Flüssigkeit (manchmal auch Trockenfarbe), die einer Grundfarbe beigemischt wird, um einen bestimmten Farbton zu erzielen.
Abtönung
Wenn eine flüssige Farbe mit Abtönfarbe oder Paste versetzt wird, sei es manuell oder über Farbmisch-Anlagen.
Abwaschbarkeit
Eigenschaft eines Anstrichs, die bedeutet, daß Verunreinigungen einfach abgewaschen werden können, ohne ihn zu beschädigen.
Acrylat
Eine Art synthetisches Polymer, das als Bindemittel für hochleistungsfähige wasserverdünnbare Farben und Dichtungsmassen verwendet wird.
Acryllack
Anstrichstoff auf Basis von synthetischem, thermoplastischem & filmbildendem Material, das in Wasser gelöst ist und durch Verdunstung des Wassers trocknet.
Adhäsion
Auch Anhangskraft genannt.
Zusammenhalten von Atomen & Molekülen. Bewirkt z.B. das Wassertropfen auf einer Glasscheibe haften.
Aerosol
Produkt (Lack oder Lackfarbe), das sich zusammen mit einem Treibgas in einer druckfesten Spraydose befindet und aufgesprüht werden kann.
Airless
Applikationsverfahren zum Spritzen von Lacken & Dispersionsfarben ohne Luftzufuhr.
Alkalibrand
Ein Zustand, der eintritt, wenn die Alkalität von frischem Mauerwerk zur Zersetzung des Bindemittels einer Farbe führt, wodurch es zu einem Farbtonverlust und insgesamt zu einer Beeinträchtigung des Anstrichfilms kommt.
Alkalien
In frischem Zement, Beton & Grips enthalten.
Alkalische oder basische chemische Substanzen, wie z.B. Kalk oder Lauge.
Alkydharz
Ein synthetisches Harz, das in kunstharzbasierenden Farben verwendet wird.
Aluminiumfarbe
Eine Farbe, normalerweise auf Lösemittelbasis, die Aluminiumpartikel enthält und ein metallisches Aussehen verleiht.
Anorganisch
Beispiel: Salze & Minerale.
Stoffe die keinen tierischen oder pflanzlichen Ursprung haben.
Ansatz
Bereich, wo eine Farbschicht einen frischen Anstrichbereich überdeckt (überlappt).
Anstrich
Beschichtung, die auf einem Untergrund einen schützenden und/oder verschönernden Überzug bildet.
Antifoulingfarbe
Speziell formulierte Farbe für z.B. Bootsrümpfe und Kaianlagen. Sie wirken dem Anwachsen von Algen und niederen Meerestieren entgegen.
Applikationsverfahren
Streichen, Rollen, Spritzen, Fluten & Tauchen.
Die Art, wie Beschichtungsstoffe auf einen Untergrund gebracht werden.
Appliziertes Deckvermögen
Bezieht sich nicht nur auf die Deckfähigkeit des Anstrichfilms, sondern auch darauf, wie die Farbe deckt, und zwar abhängig von der Filmdicke und wie glatt sie verläuft.
Arbeitsschutzbehörde
OSHA - Occupational Safety & Health Administration
Eine Behörde der US-Bundesregierung, die Gesundheits- und Sicherheitsstandards für Arbeitnehmer in den USA festlegt.
Atem
Die Durchlässigkeit für Wasserdampf vom Untergrund durch den Anstrichfilm.
Aufschliessen
Oder auch Anätzen/Aufrauhen durch Bewitterung.
Eine Methode zur Verbesserung der Haftung auf einem Metallsubstrat, indem man dieses vor dem Lackieren der natürlichen Witterung aussetzt.
Aufstehen der Fasern
Das Aufquellen und Aufstehen kurzer, gebrochener Holzfasern durch Aufsaugung einer Flüssigkeit - besonders Wasser.
Ausbleichen
Verlust der Farbintensität, gewöhnlich durch die Auswirkungen des Sonnenlichtes.
Ausblühungen
Weißliches Pulver (Salzablagerungen), das manchmal auf Mauerwerksflächen durch Feuchtigkeit an die Oberfläche transportiert wird.
Ausbildungspflicht
Dem Auszubildenden müssen Fertigkeiten & Kenntnisse vermittelt werden, die zum Erreichen des Ausbildungsziels (Gesellenprüfung) erforderlich sind.

B

Beize
Eine teilweise transparente Beschichtung, durch die Holz gefärbt werden kann, ohne die Maserung und/oder Struktur zu verdecken.
Berührungstrocken
Trocknungszustand eines Anstrichs, der leicht berührt werden kann, ohne dass etwas davon am Finger kleben bleibt.
BFS
Bundesausschuss für Farbe & Sachverhalt.
Erarbeitet technische Richtlinien für Maler & Lackierer.
Bindemittel
Ein Bestandteil von Farbe, der Pigmentpartikel zu einem gleichmäßigen Anstrichfilm bindet und die Haftung auf der Oberfläche bewirkt.
Biozid
Ein biologisch wirksames Additiv in Farben und Dichtungsmassen, das zugesetzt wird, damit Bakterien die Farbe oder Masse während der Lagerung nicht verderben können, oder damit der aufgebrachte Anstrichfilm nicht durch Schimmel verdorben wird.
Blasenbildung
Die Bildung von halb-kugelförmigen, hohlen Ausbuchtungen im Anstrichfilm.
Blei
Ein weiches, verformbares Schwermetall. In der Vergangenheit wurden Bleiverbindungen als Weißpigment benutzt und in Grundierungen eingesetzt, um das Durchbluten von Gerbstoffen zu verhindern.
Blockbeständigkeit
Bei Türen & Fenstern.
Die Fähigkeit eines Anstrichs, nicht zu kleben, wenn er auf zwei Flächen aufgetragen wird, die miteinander in Berührung kommen.
Blockfüller
Ein dickes Material in der Art eines Anstrichstoffs, das dazu verwendet wird, sehr raue Mauerwerksoberflächen zu glätten.
Bluten
Die Migration von Material aus dem Untergrund. Führt zur Verfärbung des Anstrichfilms. Begriff wird oft bei Lackierungen verwendet.
Bootslack
Außenlack mit guter Wasser- und Witterungsbeständigkeit. Die Bezeichnung ist auf die ursprüngliche Verwendung für Bootsteile zurückzuführen.

C

Caliumcarbonat
Ein natürlich vorkommendes Material (Kalk, Kreide), das als Füllstoff oder Verschnittmittel für Farben und Dichtungsmassen verwendet wird.
Chemikalienbeständigkeit
Die Eigenschaft eines Anstrichs, unempfindlich gegenüber der Einwirkung von Chemikalien zu sein.

D

Dickschichtlack
1-Topf Lacksystem mit hohem Festkörpergehalt.
Dauerhaftigkeit
Der Grad der Beständigkeit eines Anstrich- oder Dichtungsstoffs gegenüber den zerstörenden Auswirkungen seiner Umgebung.
Deckfähigkeit
Fachbegriff: Opazität.
Das Vermögen, Licht nicht durchzulassen. Eine Farbe mit hoher Deckkraft wird den Untergrund gut abdecken.
Deckschicht
Auch Schlussanstrich genannt.
Der Anstrich, der die letzte Beschichtung in einem Anstrichaufbau darstellt. Wird im Allgemeinen auf einer Grundierung, Vorstreichfarbe oder Spachtelmasse aufgetragen.
Deckvermögen
Das Vermögen einer Farbe oder Beize, die Oberfläche, auf der sie aufgetragen wird, zu verdecken. Das Deckvermögen ist vom Pigment der Farbe abhängig und wird dadurch beeinflusst, wie dick sich die Farbe auftragen lässt und wie gut Pinselfurchen wieder verfließen.
Dichtungsmasse
Eine allgemeine Bezeichnung für eine Masse, die zum Ausfüllen von Rissen, Löchern, Nahtstellen und Fugen verwendet wird.
Dichtungsstreifen
Ein stranggepresster Schaumstoffstreifen, der in Fugen eingelegt wird, die tiefer als 1 cm sind, um einen Teil der Fuge auszufüllen, bevor die Dichtungsmasse aufgetragen wird. Diese Schaumstoffstreifen sind in verschiedenen Durchmessern erhältlich, die von 3 mm bis 20 mm reichen.
Diffusionsfähigkeit
Ist die Fähigkeit eines Materials Wasserdampf durchzulassen.
DIN
Deutsches Institut für Normungen.
Dispersion
Eine Mischung (gewöhnlich milchig-weiß), bei der eine Flüssigkeit in einer anderen dispergiert (aber nicht aufgelöst) ist.
Drahtbürstenreinigung
Reinigung einer Oberfläche mit einer Drahtbürste oder einer Bohrmaschine mit Drahtbürstenaufsatz.
Durchlässig
Kann von bestimmten Stoffen (z.B. Wasserdampf) durchdrungen werden, ohne dadurch beschädigt zu werden.

E

Eierschalenfarbe
Eine Innenfarbe, die einen mattglänzenden, seidenartigen Anstrichfilm ergibt. Ihr Glanzgrad liegt zwischen Matt- und Halbglanz.
Einfarbenschema
Auch monochromatisch genannt.
Verwendung verschiedener Werte eines bestimmten Farbtons in einem Dekorationsschema.
Eisenhaltig
Ein Metall, das Eisen enthält; die meisten eisenhaltigen Metalle rosten.
Eisenmetalle
Beispiel Stahl & Guseisen.
Diese Metalle sind magnetisch und weisen ein zerstörendes Korrosionsverhalten auf.
Elastizität
Die Eigenschaft einer Farbe oder Dichtungsmasse, sich zusammen mit dem Untergrund ausdehnen und zusammenziehen zu können, ohne Schäden oder Beeinträchtigungen des Aussehens zu erleiden.
EN
Europäische Norm.
Entfetter
Lösemittel oder Masse mit spezieller Zusammensetzung, die dazu dient, Öle, Fette oder Schmierstoffe von einem Untergrund zu entfernen.
Entflammbarkeit
Die Eigenschaft einer Substanz, sich bei einem gegebenen Flammpunkt zu entzünden.
Erdöldestillat
Auch Petroleumdestillat genannt.
Flüssige Kohlenwasserstoff-Lösemittel (wie z.B. Testbenzin), die aus Erdöl isoliert oder hergestellt werden.
Ergiebigkeit
Auch Auftragsmenge oder Verbrauch genannt.
Das Volumen eines Anstrichstoffs, mit dem eine bestimmte Fläche gestrichen werden kann.
Maßeinheit: m²/l.
Erneuerungsbeschichtung
Die alte Beschichtung wird komplett entfernt und erneuert.
Erstbeschichtung
Die erste Beschichtung die auf einem Untergrund angebracht wird.

F

Farbe
Auch Anstrichtsstoff genannt.
Ein undurchsichtiger Anstrichstoff, der im Allgemeinen aus Bindemitteln, Flüssigkeiten, Additiven und Pigmenten hergestellt wird. Wird in flüssiger Form aufgetragen und trocknet unter Bildung eines kontinuierlichen Films aus, der das Aussehen des Untergrunds schützt und verbessert.
Farbecht
Das Vermögen, unter normalen Bedingungen den Farbton zu behalten und nicht übermäßig auszubleichen.
Farbgrundton
Der Grundton einer Farbe, z.B. Rot oder Grün. Hellere oder dunklere Abwandlungen haben immer noch denselben Grundton. Folglich haben ein helles Rot und ein dunkles Rot immer noch denselben Grundton.
Farbhaltung
Das Vermögen einer Farbe, ihren ursprünglichen Farbton zu behalten und nicht auszubleichen. Dieser Begriff wird im Allgemeinen im Zusammenhang mit Außenfarben verwendet.
Farbkreis
Ein kreisförmiges Schema mit keilförmigen Abschnitten in verschiedenen spezifischen Farbtönen. Wird zur Farbtonabstimmung verwendet.
Farbträger
Auch Vehikel genannt.
Der flüssige Teil einer Farbe, in dem das Pigment dispergiert ist. Der Träger besteht aus Verdünnungs- und Bindemittel.
Fensterdichtungsmasse
Dichtungsmasse, Dichtstoff oder Kitt, die dazu dienen, eine Glasscheibe in ihrem Rahmen abzudichten und zu befestigen.
Festkörper
Nichtflüchtige Stoffe in der Zusammensetzung einer Farbe oder Dichtungsmasse, d.h. die Bestandteile eines Anstrichstoffs, die nach dem Trocknen den trockenen Film ausmachen. Festkörper bestehen hauptsächlich aus Pigment und Bindemittel.
Festkörpervolumen
Das Volumen der festen, nichtflüchtigen Bestandteile (Pigment plus Bindemittel) einer Farbe oder Dichtungsmasse, geteilt durch deren Gesamtvolumen, ausgedrückt in Prozent. Ein hohes Festkörpervolumen verleiht einen dickeren Trockenfilm, der zu einem erhöhten Deckvermögen und hoher Beständigkeit führt.
Feuchtigkeitsbeständigkeit
Die Eigenschaft eines Anstrichs, Feuchtigkeitsschäden wie Quellung, Blasenbildung usw. zu widerstehen.
Filmbildung
Die Bildung eines kontinuierlichen trockenen Films durch ein Bindemittel, ob pigmentiert oder nicht. In einer Latexfarbe ist dieser Vorgang auf die Verdunstung des enthaltenen Wassers und die anschließende Verschmelzung der Bindemittelpartikel zurückzuführen.
Firnis
Auch farbloser Lack genannt.
Eine flüssige Zusammensetzung, die einen transparenten, festen Überzug bildet, wenn sie in einer dünnen Schicht aufgetragen wird.
Flammpunkt
Die niedrigste Temperatur, bei der die Dämpfe einer Flüssigkeit Feuer fangen können.
Fleckenbeständigkeit
Beständigkeit eines Anstrichs gegen Verschmutzungen bzw. Schmutzaufnahme.
Flexibilität
Ausmaß, mit dem ein Anstrich oder eine Dichtungsmasse nach dem Trocknen Bewegungen des Untergrunds mitmachen kann, ohne Schäden zu erleiden.
Fließvermögen
Das Vermögen eines Anstrichs, nach dem Auftragen zu verfließen, so dass keine Pinsel- und Farbrollerspuren zu sehen sind.
Flor
Die Fasern auf der Walze eines Farbrollers.
Flüchtig
Leicht verdunstend; die leicht verdunstenden Bestandteile jeder Anstrich- oder Dichtungsstoff-Zusammensetzung.
Flüssiges Schleifmittel (Schleifpapier)
Flüssige Chemikalie, die verwendet wird, um eine gestrichene Fläche zu mattieren (entglänzen), um die Haftung eines aufgetragenen Anstrichs zu verbessern.
Freistellungspflicht
Die Freistellung entbindet den Arbeitnehmer von der Pflicht, seine Arbeitsleistung zu erbringen. Sie kann dauerhaft oder zeitweise, bezahlt oder unbezahlt erfolgen. Freistellung wird entweder vom Arbeitgeber angeordnet oder einvernehmlich zwischen den Vertragspartnern vereinbart.
Fuge
Lücke oder Spalt, die entstehen, wenn zwei Baumaterialien zusammenkommen - z.B. wenn zwei Formstücke aufeinanderstoßen oder die Badewanne die Badezimmerwand berührt.
Füllstoff
Ein preisgünstiges Pigment mit niedrigem Deckvermögen, das die Eigenschaften der hochdeckenden und farbigen Pigmente erweitert, der Farbe Masse verleiht und viele Eigenschaften positiv oder negativ beeinflussen kann. Einige gebräuchliche Füllstoffe sind Ton, Calciumcarbonat und Kieselerde.
Füllvermögen
Die Dicke, zu der eine Farbe beim Auftragen tendiert, wenn man die normale Auftragstechnik für diese Farbe verwendet.
Fürsorgepflicht
Arbeitgeber sind im Rahmen eines bestehenden Arbeitsverhältnisses verpflichtet, Leben und Gesundheit des Arbeitnehmers zu schützen. Darunter fallen zum Beispiel der Schutz vor Unfällen, ein gut ausgestatteter Arbeitsplatz und ein fairer Umgang miteinander.
Fungizid
Ein Mittel, das manchen Anstrichstoffen und Dichtungsmassen zugesetzt wird, um den Befall mit Schimmel oder anderen Pilzen auf der Oberfläche zu verhindern.

G

Gerbstoffverfärbung
Wenn Gerbstoffe (Tannin), die in bestimmten Hölzern (z.B. Zeder oder Rotholz) vorhanden sind, durch den Anstrich durchbluten und Verfärbungen verursachen.
Gips
Natürliches, kristallines Calciumsulfat, das als Füllpigment in Farbe und zur Herstellung von Gipswandplatten und (gebranntem) Stuckgips verwendet wird.
Glanz
Die spiegelnde Glätte oder das Reflexionsvermögen eines Anstrichs. Matte Farben haben keinen Glanz; Hochglanzfarben haben einen starken Glanz.
Glanzhaltung
Das Vermögen eines Anstrichs, seinen Glanz aufrechtzuerhalten - bezieht sich hauptsächlich auf halbglänzende und glänzende Außenfarben, aber auch Lacken.
Glanzstellenbildung
Die Entstehung von glänzenden Stellen auf einem Anstrichfilm durch Reiben oder Abwaschen.
Glanzverringerer
Eine flüssige Zubereitung, die dazu dient, den Glanz einer gestrichenen Oberfläche zu entfernen, eine Oberfläche leicht aufzurauen oder ihr Griffigkeit zu verleihen.
Grauschattierung
Auch Graumischung genannt.
Eine Grauschattierung wird erzielt, wenn eine Farbe mit Grau versetzt wird.
Grundfarben
Auch Primärfarben genannt.
Farbtöne, die nicht durch Mischen von zwei anderen Farbtönen erzielt werden können. Es handelt sich um Rot, Gelb und Blau.
Grundierung
Die erste vollständige Farbschicht, die in einem Anstrichaufbau aufgebracht wird. Viele Grundierungen sind darauf ausgelegt, eine gute Haftung zwischen der Oberfläche und den nachfolgenden Anstrichschichten herzustellen. Die meisten Grundierungen enthalten Pigmente, manche sorgen für einen homogenen Schlussanstrich, manche verhindern die Korrosion des Substrats, während wiederum andere eine Verfärbung des Schlussanstrichs verhindern sollen.

H

H-Sätze
H-Sätze (hazard statements) = Risikosätze.
Diese beschreiben Gefährdungen, die beim Umgang mit einem gefährlichen Stoff oder einer Zubereitung auftreten.
Haftvermögen
Das Vermögen eines trockenen Anstrichfilms oder einer Dichtungsmasse, auf der Oberfläche zu haften. Das Haftvermögen ist wahrscheinlich die allerwichtigste Eigenschaft einer Farbe oder Dichtungsmasse.
Halb-transparente Beize
Beize, die die natürliche Farbe des Holzes verändert, die Maserung und Struktur jedoch noch durchscheinen lässt. Der Begriff wird im Allgemeinen auf Außenprodukte angewandt, gilt technisch jedoch auch für Innenwischbeizen, die für Holzverkleidungen, Möbel und Fußböden verwendet werden.
Härte
Das Ausmass an Druck, den ein Material aushalten kann, ohne verformt oder zerkratzt zu werden.
Hartfaserplatte
Ein allgemeiner Begriff für eine glatte oder strukturierte Platte ohne Maserung, die hauptsächlich aus gepressten Holzfasern hergestellt wird. Wird für Außenverkleidungen benutzt.
Hartholz
Bäume mit breiten Blättern (im Gegensatz zu Nadelbäumen oder Weichhölzern). Der Begriff hat nichts mit der tatsächlichen Härte zu tun. Beispiele: Eiche, Ahorn, Esche, Birke, Walnuss und Hickoryholz.
Harz
Ein natürliches oder synthetisches Material, das als Bindemittel für eine Farbe oder Dichtungsmasse verwendet wird. Der Begriff wird im Allgemeinen für kunstharzbasierende oder Dispersions-Bindemittel verwendet, wie z.B. Alkydharz, Acrylharz oder Acrylatharz.
Harztuch
Staubbindendes Tuch.
Ein Gewebe, das mit einer klebrigen Substanz imprägniert ist und zum Entstauben von Oberflächen verwendet wird, die geschliffen oder abgerieben wurden und gestrichen werden sollen. Um das Staubbindevermögen zu erhalten, sollte man solche Tücher in einem luftdichten Behälter aufbewahren.
Haut
Der Film, der sich auf der Oberfläche einer gelagerten Farbe oder Dichtungsmasse bildet. Entsteht durch den Kontakt mit der Luft.
Holzkitt
Auch Porenfüller genannt.
Stark pigmentiertes Produkt, das zum Ausfüllen der Maserung von Holz dient, bevor Grundierungen oder Decklackierungen aufgetragen werden. Wird auf offenporigen Harthölzern, wie z.B. Eiche, Esche, Nussbaum und Kastanie verwendet. Für Möbel und Holzverkleidungen.
Hygroskopisch
Wasseranziehend.

I

Inert
Chemisch inaktiv; korrosionsbeständig.
ISO
International Organization for Standardization.
Isoliergrund
Eine flüssige Zusammensetzung, die verhindert, daß zu viel Farbe oder Kleister von Gipsputz, Trockenputz, Gipskartonplatten oder ähnlich porösen Oberflächen aufgesaugt wird.

K

Kantenflucht
Scharfe Kanten haben eine dünne Schichtdicke.
Kapillarität
Ein physikalisches Verhalten von Flüssigkeiten, das bei Kontakt mit Kapillaren auftritt. Kapillaren können z.B. enge Röhren, Spalten oder Hohlräume sein (wie die Hohlräume zwischen den Haaren eines Pinsels).
Hier wirkt auch die sogenannte Adhäsionskraft.
Kimme
Auch Zarge genannt.
Die Kerbe am Öffnungsrand eines Farbbehälters, in die der Deckel eingesetzt wird.
Klebfrei
Oder Grifffest Trocken.
Trocknungszustand eines Anstrichs, bei dem er sich nicht mehr klebrig oder feucht anfühlt.
Klebrig
Das Stadium beim Trocknen eines Anstrichs, in dem der Film bei leichter Berührung klebrig ist.
Koaleszenzmittel
Ein organisches Lösemittel, das in Dispersionsfarben als temporäres Plastifiziermittel verwendet wird, um die Filmbildung zu unterstützen. Dadurch kann das Bindemittel beim Auftragen der Farbe einen kontinuierlichen Film bilden - vor allem am unteren Ende des Temperaturbereichs, der für die Verarbeitung der Farbe empfohlen wird.
Kohäsion
Zusammenhalt von Atomen und Molekülen der gleichen Art. Bei festen Körpern ist die Kohäsionskraft am stärksten und bei Flüssigkeiten erheblich kleiner.
Komplementärfarben
Zwei Farben, die auf dem Farbkreis direkt gegenüberliegen.
Konservierungsmittel
Eine Substanz, die das Wachstum von Mikroorganismen in oder auf organischem Grundmaterial verhindern soll - z.B. ein entsprechender Zusatz in Dispersionsfarben, der verhindern soll, dass die Farbe verdirbt.
Konsistenz
Die Dicke oder Streichbarkeit einer Farbe.
Kontrastierende Farbe
Farben, die durch mindestens drei andere auf dem Farbkreis getrennt sind.
Korrosion
Rostbildung bei Einfluss von Wasser und Sauerstoff.
Korrosionsbeständig
Eigenschaft einer Substanz, durch eine chemische Reaktion mit ihrer Umgebung nicht angegriffen zu werden. Anstriche mit dieser Eigenschaft enthalten normalerweise einen Korrosionsschutz.
Korrosionshemmer
Jedes Material, das verwendet wird, um die Oxidation (das Rosten) von Metallen zu verhindern. Kann eine Farbgrundierung, ein Zusatz, ein Pigment oder ein Überzug sein, der auf die Oberfläche aufgetragen wird.
Korrosionsschutzfarbe
Eine Farbe, die speziell für den Zweck formuliert ist, um Rost oder Korrosion zu minimieren, wenn sie direkt auf Metall aufgetragen wird.
Kreiden
Beeinträchtigung der Oberfläche eines Außenanstrichs durch Verwitterung, sodaß eine ausgebleichte, pulverartige Substanz entsteht. Kreiden tritt auf, wenn das Bindemittel der Farbe durch krasse Umweltbedingungen geschädigt wird. Die «Kreide» sollte vor einem Neuanstrich entfernt werden.
Kristalline Kieselsäure
Silika
Krokodilhautbildung
Ein schuppenartiges Muster, das in einem Anstrich auftritt, weil die Farbe auf einer darunter befindlichen glänzenden Beschichtung nicht haften kann. Der Grund kann auch der Auftrag einer harten Beschichtung auf einer weichen Grundierung sein oder (bei Farben auf Kunstharzbasis) weil das Holz noch einmal überstrichen wurde, bevor der vorherige Anstrich trocknen konnte.
Kunstharzlack
Anstrichstoff auf Basis von synthetischem, thermoplastischem filmbildendem Material, das in organischem Lösemittel gelöst ist. Trocknet durch Verdunstung des Lösemittels.

L

LAB - Werte
Die Helligkeit oder Dunkelheit einer Farbe, d.h. Hellblau, Mittelblau und Dunkelblau haben verschiedene Werte.
Lackbeize
Ein Lack, dem ein durchscheinendes Pigment zugesetzt wurde. Hat im Allgemeinen ein geringeres Eindringvermögen als eine echte Beize.
Lackbenzin
Ein Lösemittel aus Erdöldestillat, das hauptsächlich von professionellen Malern verwendet wird, um Anstrichstoffe auf Ölbasis zu verdünnen und um Farbflecken zu entfernen.
Latex
Eine milchig-weiße, feine Dispersion eines festen Harzes in einem wässrigen Medium. Mit dem Begriff werden auch wasserverdünnte Farben bezeichnet, deren Hauptträgersubstanz Latex ist.
Latexfarbe
Farbe auf Wasserbasis, die mit einem synthetischen Bindemittel (Latex) formuliert ist, wie z.B. Acrylat-, Vinylacrylat-, Vinylacetat oder Styrolacrylat-Latex.
Leichte Verarbeitbarkeit
Eigenschaften einer Farbe oder Dichtungsmasse, die das Auftragen erleichtern, z.B. Spritzfestigkeit, Ansatzfreiheit und offene Zeit.
Leinöl
Trocknendes Öl, das aus den Samen des Flachses (Leinsamen) gewonnen wird. Es ist dunkler und trocknet langsamer als die meisten anderen trocknenden Öle. Wurde früher häufig in Anstrichstoffen verwendet, während es heute nur noch im begrenzten Umfang in Bautenfarben auf Ölbasis und Holzüberzügen eingesetzt wird.
Lichtreflexionswert (LRW)
Die Menge des Lichts, das von einer gestrichenen Fläche zurückgeworfen (reflektiert) wird.
Lösemittel
Eine gewöhnlich flüchtige Flüssigkeit, in der die filmbildenden Partikel einer Farbe gelöst oder dispergiert sind.
Löslich
Die Eigenschaft eines Stoffs, in einer Flüssigkeit aufgelöst werden zu können. Z.B. ist Zucker in Wasser löslich (wasserlöslich).

M

Marmorieren
Eine dekorative Anstrichtechnik, bei der die Farbe und das Muster von Marmor imitiert wird.
Maserrissbildung
Rissbildung in einem Anstrich, parallel zur Maserung der Holzsubstanz.
Maserung
Die Richtung, Größe, Anordnung oder das Aussehen der Fasern in Holz oder Furnier.
Materialverbrauch
Gibt an, dass man mit einer gewissen Menge eines Materials (Milliliter) 1 Quadratmeter Fläche beschichten kann.
Maßeinheit: ml/m².
Mattfarbe
Eine Farbe mit wenig oder gar keinem Glanz. Wird meistens an Innenwänden, Decken und Außenwandbereichen eingesetzt.
Mauerwerk
Baumaterial auf mineralischer Basis wie z.B. Zement, Mörtel, Stein, Ziegel und Putz.

N

Nagelrost
Der Rost an freiliegenden Köpfen von Eisennägeln kann durchscheinen und den darüber befindlichen Anstrich verfärben. Kann vorkommen, wenn unverzinkte Eisennägel im Außenbereich verwendet werden.
Nasenbildung
Auch Läufer genannt.
Schmales (oder breites, gardinenartiges) Ablaufen oder Durchhängen von Teilen eines Anstrich- oder Lackfilms; kann durch das Auftragen von zu viel Farbe, die Ansammlung von Farbe in Unregelmäßigkeiten der Oberfläche (Rissen, Löchern etc.) oder dadurch entstehen, dass zu stark aufgetragenes Material noch weiter fließt, nachdem der umgebende Bereich bereits getrocknet ist. Wird auch als Läufer- oder Vorhangbildung bezeichnet.
Nassfilmdicke
Dicke eines flüssige Films direkt nach dem Auftragen, bevor er zu trocknen beginnt.
Nasshaftung
Die Eigenschaft eines trockenen Anstrich- oder Dichtungsstoffs, an der Oberfläche zu haften, obwohl feuchte Bedingungen herrschen. Dies ist besonders wichtig für Außen-Anstrich- und Dichtungsstoffe.
Netzaderbildung
Muster von kurzen, eng zusammenliegenden Rissen in der Deckschicht eines Anstrichs. Dieser Effekt tritt auf, wenn die Farbe an Elastizität verliert.
Neutrale Farbtöne
Weiß, gebrochenes Weiß, Hellbeige und Grau - Fartöne, die im Allgemeinen gut mit allen anderen Farben kombinierbar sind.
Nicht-Flüchtig
Der Feststoffanteil eines Anstrichstoffs, der aus Pigment und Bindemittel besteht; es handelt sich um den Anteil, der nach dem Trocknen auf der Oberfläche verbleibt und den Anstrichfilm bildet.
Nichteisenmetalle
Beispiel Aluminium, Kupfer & Zink.
Diese Metalle sind nicht magnetisch und weisen eine schützende Korrosionsschicht auf.

O

Ordnungspflicht
Ein Arbeitnehmer muss sich immer um sein Äußeres bemühen und Gegenständen auf der Arbeit ordentlich umgehen.
Organisch
Bezieht sich auf Stoffe, die aus dem Tier- und Pflanzenreich, d.h. «lebender» Materie stammen. Die Molekularstruktur enthält Kohlenstoff.
Oxidation
Eine chemische Reaktion mit Sauerstoff. Z.B. das Trocknen von Ölen in Ölfarben, oder das Rosten von Eisen oder Stahl.
Ölfarbe
Bzw. Farbe auf Ölbasis.
Farben, die mit einem trocknenden Öl, wie z.B. Leinöl, Soja- oder Tungöl als Bindemittel oder Bindemittellösung, und Testbenzin oder Lackverdünner als Verdünnungsmittel hergestellt werden. Sie trocknen im Allgemeinen sehr hart aus, brauchen aber länger zum Trocknen als Latexfarben und mehr Zeit, bis sie überstreichbar sind.

P

P-Sätze
P-Sätze (precautionary statements) = Sicherheitssätze.
Diese beschreiben Sicherheitsvorkehrungen beim Umgang mit chemischen Stoffen oder Zubereitungen.
Penetrieranstrichstoffe
Auch Imprägnierlacke genannt.
Ein Anstrich, der in die Poren des Untergrunds eindringt, statt einen Film auf der Oberfläche zu bilden.
Pflanzenöl
Öl, das aus den Samen oder Nüssen von Pflanzen gewonnen wird. Manche dieser Öle sind trocknende Öle wie z.B. Lein-, Soja-, Tung- und Oiticicaöl, die als Bindemittel für Farben und Lacke auf Ölbasis verwendet werden.
Pigment
Eine pulverförmige Substanz, die zu den Grundbestandteilen einer Farbe oder Dichtungsmasse gehört. Sie bestimmt den Weißgrad oder Farbton, die Deckkraft und das Volumen.
Polymer
Ein kunststoffartiges Material, das aus chemischen Monomeren hergestellt wird, die wiederum aus Alkoholen und Petrochemikalien gewonnen werden. Bestimmte Polymere werden für Dispersionsfarben und Dichtungsmassen verwendet. Die Polymerpartikel des Bindemittels sind klein und in Wasser dispergiert. Die Mischung aus Bindemittelpolymerpartikeln und Wasser ist als Dispersion oder Latex bekannt.
Polyurethanlack
Ein Anstrichstoff, der oft auf einer Polyurethandispersion basiert, die häufig mit Reinacrylaten gemischt wird.
Polyvinylacetat
Ein Bindemittel, das u.a. in Latexwandfarben für den Innenbereich verwendet wird.
PSA
Persönliche Schutzausrüstung - Atemschutzmaske, Handschuhe, Sicherheitsschuhe, Schutzbrille, Gehörschutz.
PVA
Polyvinylacetat. Ein Bindemittel, das - wie Vinylacrylat - in wasserbasierenden Farben verwendet wird.
PVC
Polyvinylchlorid - der Hauptbestandteil von Vinylkunststoff.
PVK
Pigment-Volumen-Konzentration. Das Verhältnis des Volumenanteils der Pigmente eines Anstrichmittels zum Gesamtvolumen von dessen nichtflüchtigen Bestandteilen (d.h. Pigment und Bindemittel). Die Zahl wird normalerweise als Prozentsatz ausgedrückt. Höhere Prozentwerte (z.B. 40%–85%) ergeben sich bei matten Farben, während niedrigere Werte (z.B. 10 %–25 % bei glänzenden und halbglänzenden Farben gegeben sind.
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